Der Mangel an Chips und seine Folgen

Im Frühling 2021 waren es noch die Geeks, welche auf überteuerte Grafikkarten zurückgreifen mussten. Heute leiden bereits die Automobil- sowie die Techbranche unter der Knappheit von Halbleitern (Computer Chips). Wie es soweit kommen konnte, weshalb das Problem weder kurz- noch mittelfristig gelöst werden kann und inwiefern Du davon betroffen bist, fassen wir im folgenden Blogpost zusammen.

Computer Platine

Im Frühling 2020 schlossen die Autobauer gleich reihenweise ihre Türen. Grund war damals der Corona bedingte Lockdown, welcher sich fast über die ganze Welt erstreckte. Ein Jahr danach befindet sich die Automobilindustrie wieder in der Krise. So machte Peugeot vor Kurzem von sich reden, weil es in seinem Modell 308 anstelle der digitalen Tachos wieder analoge Anzeigen einbaute. Mittlerweile wurden einige Automobilwerke, unter anderem in Deutschland und Spanien, vorübergehend stillgelegt. Das Problem ist teilweise selbst verschuldet. Denn während der eingebrochenen Nachfrage zu Beginn der Corona Krise stoppte die Autoindustrie ihre Chip-Bestellungen. Als man dann merkte, dass der Aufschwung früher als erwartet kommt, war es bereits zu spät. Die Bestände wurden in andere Industriebereiche umverteilt.

Treiber der Krise

Wie immer in einer solchen Krise muss man sich fragen, wie es soweit kommen konnte. Die Situation ist deswegen so angespannt, weil sich aufgrund der Corona Krise und des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges die Nachfrage auf unterschiedlichen Ebenen deutlich erhöht hat. Corona hat dafür gesorgt, dass der Umsatz mit Elektronik sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld stark angestiegen ist. Computer Chips stecken heute eben nicht nur in Notebooks und Tablets, sondern auch in Toastern und Fahrrädern.

Gleichzeitig hat sich der Handelskrieg zwischen den USA und China verschärft. Dies hatte zur Folge, dass sich die grossen chinesischen Techunternehmen frühzeitig mit beachtlichen Reserven eingedeckt haben, um ihrerseits keinen Produktionsengpass zu riskieren.

Weitreichende Konsequenzen

Wie eingangs beschrieben bekommt aktuell vor allem die Autoindustrie die Konsequenzen der Krise am härtesten zu spüren. Doch die Lage dürfte sich weiter verschärfen, da keine Entlastung in Form einer kurzfristigen Steigerung der weltweiten Chip-Produktion zu erwarten ist. Grund dafür ist zum einen die enorme Investitionshürde, welche mit dem Bau einer Chipproduktion verbunden ist. So haben sich die Kosten für die Produktionsmaschinen in den letzten Jahren um ein Vielfaches verteuert (einige Maschinen kosten mehr als 150 Millionen Dollar). Zum anderen ist die Vorlaufzeit der Produktion aufgrund diverser Prüfungen zur Qualitätskontrolle sehr lang. Man spricht hier von mehreren Monaten.

Mit Entspannung ist bis Mitte 2022 zu rechnen. In der Zwischenzeit dürfte sich die Knappheit weiter verstärken und die Krise somit auf weitere Bereiche übergreifen. Auch Apple und Dell haben ihre Umsatzprognosen für 2021 aufgrund Produktionsengpässen deutlich gesenkt. Wir empfehlen dir deshalb, deine IT-Ressourcenplanung frühzeitig anzugehen und im Zweifelsfall Investitionen vorzeitig auszulösen. Wenn Du mehr zu diesem Thema wissen möchtest oder deine Planung gemeinsam mit uns angehen willst, dann kontaktiere uns oder vereinbare gleich einen Termin.

Quellen:
https://e-fundresearch.com/
https://www.sueddeutsche.de/

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